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  • Carina Staiger

Gardinen richtig waschen


Gardinen schaffen eine besondere Wohlfühlatmosphäre in den eigenen vier Wänden. Allerdings bleibt es im Laufe der Zeit nicht aus, dass sich Staub und Schmutz sowie unangenehme Gerüche in den Vorhängen oder Übergardinen festsetzen. Aus diesem Grund ist es unverzichtbar, Vorhänge in regelmäßigen Zeitabständen zu waschen. Worauf du beim Gardinen waschen achten solltest, und welches Waschmittel sich hierfür eignet, erfährst du in diesem Beitrag.

Gardinen waschen ist zwei bis vier Mal jährlich wichtig, da sich Staub und und Schmutz mit der Zeit auf den Vorhängen absetzt.

Wie oft solltest du deine Gardinen waschen?

Im Allgemeinen wird empfohlen, Vorhänge zwei bis vier Mal pro Jahr zu waschen. In Raucherhaushalten sind zusätzliche Waschgänge ratsam, um Gerüche und Tabakablagerungen zuverlässig zu entfernen. Da Küchengardinen ebenfalls einer erhöhten Belastung durch Kochdämpfe und Fettspritzern ausgesetzt sind, solltest du diese außerdem häufiger reinigen.


Waschmittel und Waschprogramm

Das Wahl des richtigen Waschprogramms ist beim Gardinen waschen entscheidend, um langfristige Schäden zu vermeiden.

Ausschlaggebend für die Waschtemperatur ist in erster Linie das jeweilige Pflegeetikett des Herstellers. Ist dieses nicht mehr vorhanden oder erkennbar, ist eine Waschtemperatur von 30 Grad Celsius ratsam. Für die meisten Gardinenarten eignet sich der Schonwaschgang oder das Wolle-Programm deiner Waschmaschine. Je nachdem, aus welchem Material deine Gardinen gefertigt sind, kommen auch weitere Waschmittelvarianten infrage. Mit Hilfe der nachfolgenden Tabelle kannst du dir einen Überblick verschaffen:

Waschmittel

Material

Feinwaschmittel

Leinen, Polyamid, Polyester, Viskose

Color- oder Feinwaschmittel

Bio-Baumwolle

Seidenwaschmittel / Feinwaschmittel ohne Bleiche

Seide und bedruckte Stoffe

Wollwaschmittel

Wolle

Tipp:

Im Handel sind zudem spezielle Gardinenwaschmittel erhältlich, welche ein ideales Fallen des Stoffes begünstigen. Zudem beinhalten diese Mittel meist einen Weißauffrischer, welcher die Gardinen in einem neuen Glanz erstrahlen lässt.


Gardinen waschen mit Hausmitteln

Ergänzend zu den herkömmlichen Waschmitteln kommen mehrere Hausmittel infrage, um bestimmte Probleme wie Vergilbungen oder hartnäckige Verfärbungen zu beseitigen. Nachfolgend findest du eine Auswahl geeigneter Hausmittel:


Natron

Natron ist ein willkommenes Hausmittel, um vergilbte Gardinen zu behandeln. Ein bis zwei Esslöffel sind ausreichend, welche du entweder direkt in die Trommel oder zum Waschpulver hinzugeben kannst.


Bei stark verschmutzten Gardinen bietet es sich an, diese in einem Bad aus warmem Wasser und einigen Löffeln Natron über Nacht einzuweichen. Am nächsten Morgen weist das Wasser bereits eine deutliche Verfärbung auf. Anschließend kannst du deine Gardinen in der Waschmaschine säubern.


Waschsoda

Waschsoda ist geeignet, um deine Gardinen vorzubehandeln. In der Regel wird hierfür Waschsoda zusammen mit Wasser in der Badewanne vermengt. Tauche deine Gardinen danach in das Gemisch ein, spüle diese anschließend gut mit klarem Wasser aus und reinige deine Vorhänge bei Bedarf abschließend in der Waschmaschine. Um eine korrekte Anwendung zu gewährleisten, solltest du die Empfehlungen auf der Verpackung unbedingt berücksichtigen.


Tinte

Mit Tinte lässt sich beim Gardinen waschen eine kleine optische Täuschung erzielen. Bereits geringe Mengen sind ausreichend, um die Wirkung von reinweißen Stoffen zu verstärken.

Mit der Zugabe von klassischer Tinte lässt sich bei zahlreichen „reinweißen“ Farben eine kleine optische Täuschung erzielen. Denn bereits geringe Mengen blauer Pigmente können die Strahlkraft weißer Stoffe verstärken.


Möchtest du Tinte verwenden, genügt es, die Tinte einer Füllpatrone in einem Liter kaltem Wasser aufzulösen und beim Einlaufen des Wassers über das Waschmittelfach zuzufügen.


Essig

Mit Essig gelingt es, beim Gardinen waschen farbige Gardinen zum Leuchten zu bringen.

Essig eignet sich besonders, um farbige Gardinen wieder zum Leuchten zu bringen sowie grauen Kalkablagerungen vorzubeugen. Das Mittel darf entweder direkt in die Trommel oder in das Waschmittelfach der Waschmaschine gegeben werden.


Mit wenigen Spritzern Apfelessig, welche beim letzten Spülgang hinzugefügt werden, lassen sich die Farben von bunten Fenstervorhängen auffrischen.


Milder Haushaltsessig ist bestens geeignet, um die Gewebefasern im Gardinenstoff zu glätten. Der Säuregehalt sollte dabei etwa 5 % betragen. Gebe vor dem Waschgang etwa 30 bis 60 ml Essig entweder direkt in die Weichspülkammer oder direkt in die Wäschetrommel. Verwende Essig stets mit Bedacht, da eine zu große Menge die Farbstoffe deiner Gardine angreifen kann. Fruchtessig sowie hoch konzentrierte Essigessenz sind hingegen ungeeignet.


Zitronensäure

Befinden sich Fettflecken auf deinen Vorhängen, bietet es sich an, Zitronensäure beim Gardinen waschen zu verwenden.

Zitronensäure bietet sich in erster Linie an, um Fettflecken von Gardinen zu lösen. Lege deine Vorhänge hierfür in eine Lösung aus Zitronensäure und Wasser ein. Als Richtwert gelten 10 ml Zitronensäure auf 1 Liter Wasser. Für beste Ergebnisse ist auch hier das Einweichen über Nacht ratsam.


Salz und Zucker

Beim Gardinen waschen mit Salz und Zucker lassen sich hartnäckige Verfärbungen zuverlässig bekämpfen.

Eine Behandlung mit Salz und Zucker ist vor allem bei hartnäckigen Verfärbungen zu empfehlen. Die beste Wirkung lässt sich erzielen, indem du die Gardinen mit Salz über Nacht einweichst. Wähle für die Reinigung den Schonwaschgang und gebe vor dem letzten Spülgang zwischen 30 und 40 Gramm Zucker hinzu.


Backpulver

Das Einweichen deiner Gardinen in einem Gemisch aus zwei Päckchen Backpulver und Wasser lässt stark vergilbte Gardinen in einem neuen Glanz erstrahlen. Die Einwirkzeit sollte sich dabei auf mehrere Stunden belaufen.


Gardinen waschen – Anleitung

Bevor du mit dem eigentlichen Waschgang beginnen kannst, solltest du deine Gardinen vorab gründlich ausschütteln. Auf diese Weise gelingt es, losen Staub direkt zu entfernen. Sofern sich Gardinenröllchen oder –haken aus Kunststoff an deinen Gardinen befinden, müssen diese nicht abgenommen werden. Lediglich Metallringe oder andere Teile aus Metall sind vor dem Waschen zu entfernen, da diese andernfalls rosten könnten. Zur Schonung des Materials sowie zur Vorbeugung von Ziehfäden und Knitterbildung empfiehlt sich der Einsatz eines Wäschenetzes. Um die Gefahr des Knitterns möglichst gering zu halten, solltest du deine Gardinen lediglich kurz vor dem Waschen von der Stange nehmen. Die Reinigung umfasst insgesamt diese 4 Schritte:


1. Gebe deine Gardinen in die Trommel. Diese können sowohl separat als auch zusammen mit anderen Textilien gewaschen werden. Achte lediglich darauf, die Maschine nicht allzu voll zu machen, da der Stoff andernfalls beim Waschen knittert.

2. Gebe das gewünschte Waschmittel hinzu.

3. Wähle einen entsprechenden Schonwaschgang mit einer möglichst geringen Schleuderzahl. Eine Waschtemperatur von 30 Grad Celsius ist grundsätzlich immer eine gute Wahl. Bei robusten Stoffen wie Leinen oder schwere Baumwolle sind durchaus auch 60 Grad Celsius möglich.

4. Schalte die Waschmaschine ein.


Gardinen richtig trocknen

Gardinen sollten keinesfalls maschinell getrocknet werden, da dies unschöne Knitterfalten zur Folge hätte. Zur Vermeidung zusätzlicher Falten sind Gardinen möglichst zeitnah nach dem Waschgang aus der Waschmaschine zu entnehmen. Sofern die Möglichkeit besteht, ist das Schleudern in der Waschmaschine zu vermeiden. Moderne Geräte besitzen hierfür ein spezielles Stopp-Schleuder-Programm, bei welchem das Waschwasser am Ende abgepumpt wird.


Als am unkompliziertesten erweist es sich, die Gardinen im noch feuchten Zustand aufzuhängen. Dies darf gerne direkt an der Gardinenstange selbst erfolgen. Achte darauf, den Stoff glatt zu streichen sowie den Faltenwurf zu korrigieren. Auf diese Weise ist ein Bügeln im Nachgang meist nicht notwendig.


Bei leichten Stoffen bietet es sich unter Umständen an, kleine Gewichte am Saum anzubringen. Dies ermöglicht eine knitterfreie Trocknung. Geeignet sind beispielsweise Wäscheklammern oder spezielles Gardinenzubehör wie unter anderem Beschwerungsstäbe.


Achtung!

Während der Trocknung von Gardinen erhöht sich kurzzeitig die Luftfeuchtigkeit in den jeweiligen Räumlichkeiten, weshalb du in diesem Zeitraum unbedingt regelmäßig lüften solltest. Somit beugst du aktiv der Bildung von Schimmel vor.


Gardinen bügeln

Bleiben nach dem Gardinen waschen noch immer Falten zurück, kann es sich als sinnvoll erweisen, diese zu bügeln.

Bleiben bei aufgehängten Gardinen trotz aller Bemühungen noch Falten bestehen, kann es sich durchaus als sinnvoll erweisen, diese zu bügeln. Dabei sollte der Gardinenstoff in jedem Fall bügelfeucht sein, also nicht vollständig trocken.


Bevorzugst du es, mit Dampf zu bügeln, solltest du nicht allzu fest aufdrücken. Des Weiteren ist darauf zu achten, ausschließlich die Vorder- und nicht die Rückseite zu bügeln. Gehe dabei stets von oben nach unten vor.


Bei eher breiten Gardinen erweist es sich als sinnvoll, in zwei Bahnen zu bügeln. Handelt es sich hingegen um sehr lange Gardinen, kannst du den gebügelten Bereich locker auffalten und auf einem Tisch ablegen.


Nach dem Bügeln sind Gardinen sofort am gewünschten Ort aufzuhängen, um weitere Faltenbildung zu vermeiden.


Tipp:

Damit keine Brandflecken entstehen, solltest du stets das Pflegeetikett deiner Gardinen berücksichtigen.


Schiebegardinen und Flächenvorhänge reinigen

Schiebegardinen und Flächenvorhänge sind in aller Regel fest an einer Schiene arretiert, wodurch sich die Reinigung als vergleichsweise kompliziert gestaltet. Allerdings sind die Lamellen meist mit einer Schutzschicht versehen, was das Eindringen von Verunreinigungen weitgehend verhindert. Daher ist es in aller Regel ausreichend, den Stoff regelmäßig mit einem Mikrofasertuch, Staubwedel oder einer weichen Kleiderbürste abzustauben.


Bei Bedarf kann die gründliche Reinigung mit Wasser und einem Feinwaschmittel erfolgen. Zur Durchführung einer intensiven Handwäsche ist zunächst der Beschwerungsstab zu entfernen. Nehme anschließend die Schiebegardine ab und rolle den Stoff locker auf. Befülle nun eine Wanne mit lauwarmem Wasser und etwas Feinwaschmittel und tauche die Vorhangrolle ein. Lasse diese im Anschluss für mehrere Minuten einweichen. Spüle das Ganze danach mit klarem Wasser ab und hänge dies zurück an den gewünschten Platz.


FAQ

Wie bekommt man vergilbte Gardinen sauber?

Das Hausmittel Natron ist ein willkommenes Hilfsmittel, um vergilbte Gardinen sauber zu bekommen. Dieses kannst du entweder der Maschinenwäsche zugeben, oder deine Gardinen über Nacht in eine Natron-Wasser Lösung einweichen.


Womit lassen sich Fettflecken von Gardinen lösen?

Zitronensäure ist ein effektives Mittel, um Fettflecken von Gardinen zu lösen. Besonders zuverlässige Ergebnisse lassen sich erzielen, indem du deine Vorhänge über Nacht in einem Gemisch aus Zitronensäure und Wasser einweichst.


Worauf ist beim Waschen von Seidengardinen zu achten?

Seidenvorhänge sollten vorsichtshalber von Hand gewaschen werden, da diese besonders empfindsam sind.


Welches Waschmittel ist für weiße Gardinen geeignet?

Weiße Gardinen sollten mit einem Feinwaschmittel ohne Bleiche gereinigt werden.


Wie sind stark vergilbte Gardinen zu waschen?

Mit einem Gemisch aus Backpulver und Wasser gehören vergilbte Flecken auf deinen Gardinen schon bald der Vergangenheit an.


Sollte man beim Gardinen waschen Weichspüler verwenden?

Weichspüler lässt Gardinen insgesamt glatter und faltenfreier erscheinen. Einen vergleichbaren Effekt lässt sich allerdings mit einem milden Haushaltsessig erzielen. Auf Fruchtessig oder hoch konzentrierte Essigessenz ist hingegen unbedingt zu verzichten, um ein Angreifen des Stoffes zu verhindern.

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