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  • Carina Staiger

Die richtige Weiterbildung finden – aber wie?

Wenn Sie eine Weiterbildung anstreben, haben Sie zunächst einmal die Qual der Wahl. Denn selbst, wenn Sie Ihre Ziele genau kennen, ist die Ähnlichkeit einzelner Weiterbildungsangebote verblüffend. Umso schwieriger wird es, wenn Sie lediglich eine grobe Vorstellung davon haben, wie Ihr beruflicher Werdegang aussehen soll. Doch bevor Sie sich voller Eifer in eine kostspielige Maßnahme stürzen, ist es ratsam, Ihr Vorhaben vorausschauend zu planen:

Macht eine Weiterbildung überhaupt Sinn?

Sobald der Wunsch nach einer Weiterbildung Gestalt annimmt, sollten Sie vorab herausfinden, ob dieser Weg für Sie der richtige ist. Sofern Sie mindestens eine der folgenden Fragen mit einem klaren „Ja“ beantworten können, kann eine entsprechende Weiterbildungsmaßnahme durchaus sinnvoll sein:

1. Verlangt Ihre aktuelle Tätigkeit mehr Fachwissen, als Sie vorweisen können?

2. Möchten Sie Ihre Kompetenz innerhalb Ihres Arbeitsbereichs ausbauen?

3. Streben Sie danach, beruflich aufzusteigen?

4. Möchten Sie sich beruflich verändern?

5. Erhoffen Sie sich bessere Gehaltsaussichten aufgrund von mehr Kompetenz?

Welche Weiterbildung passt zu Ihnen?


Nachdem Sie sich davon überzeugt haben, dass eine Weiterbildung grundsätzlich zu Ihnen passt, gilt es zu überlegen, welches Angebot nun tatsächlich infrage kommt. Lässt sich eine der oben genannten Fragen besonders mit Ihren beruflichen Zielen vereinbaren, bildet diese die Grundlage für Ihre weitere Vorgehensweise.

Möchten Sie sich beispielsweise mehr Fachwissen in Ihrem bestehenden Berufsfeld aneignen, kommen entsprechende Aufstiegsfortbildungen aus Ihrem bisherigen Tätigkeitsfeld infrage. Streben Sie hingegen danach, in einem ganz anderen Berufsfeld Fuß zu fassen, ist zunächst ein grundlegender Lehrgang mit dem gewünschten Schwerpunkt sinnvoll. Diese beiden Faktoren erweisen sich im Rahmen Ihrer Entscheidungsfindung als besonders hilfreich:

- Wo stehen Sie aktuell?

- Welche Ziele verfolgen Sie?

Wie lange dauert eine „gute“ Weiterbildung?


Von der Dauer einer Weiterbildungsmaßnahme lässt sich nicht unmittelbar auf deren Qualität schließen. Insbesondere bei Fernlehrgängen bestimmen Sie den tatsächlichen Zeitumfang selbst. Wenn Sie für die angestrebte Fortbildung bereits ein solides Basiswissen mitbringen, genügt beispielsweise ein einfacher Crashkurs im Umfang eines Tagesseminars. Beim Wechsel in eine vollkommen neue Branche ist es absolut unverzichtbar, sich erste Grundkenntnisse anzueignen. Insbesondere bei praktischen Tätigkeiten ist oftmals ein kurzer theoretischer Einstieg ausreichend. Alle weiteren erforderlichen Fertigkeiten werden im Anschluss während der Arbeit erworben. Zusatzqualifikationen belaufen sich in der Regel auf einen Umfang von wenigen Wochen. Entscheiden Sie sich für ein Studium, sollten Sie dafür mehrere Jahre einplanen.

Welche Kosten fallen für eine Weiterbildung an?


Je länger eine Weiterbildung dauert, desto mehr Ausgaben sind dafür zu entrichten Die Abweichungen einzelner Anbieter sind dabei enorm. Pauschal lässt sich sagen, dass private Einrichtungen in der Regel etwas teurer ausfallen als staatliche Institutionen. Um aus finanzieller Sicht keine unangenehmen Überraschungen zu erleben, sollten Sie interessante Anbieter vorab ausführlich miteinander vergleichen. Da die Grundgebühr derer nicht immer dieselben Leistungen beinhaltet, lohnt es sich auch in diesem Punkt, genauer hinzusehen. Um in keine Kostenfalle zu geraten, ist es wichtig, Ihr Budget genau zu kennen. Schrecken Sie nicht davor zurück, Ihren Arbeitgeber von Ihrem Vorhaben in Kenntnis zu setzen. Häufig sind Arbeitgeber dazu bereit, sich finanziell an Weiterbildungsmaßnahmen zu beteiligen.

Ist die Abendschule eine gute Wahl?


Abendschulen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ob auch für Sie das abendliche Lernen infrage kommt, hängt in erster Linie von Ihrem persönlichen Lebensstil ab. Sind Sie beispielsweise verheiratet und haben Kinder, kann es sich als schwierig erweisen, regelmäßig abendliche Veranstaltungen wahrzunehmen. Des Weiteren sollte es Ihnen keine Schwierigkeiten bereiten, sich abends noch für mehrere Stunden zu konzentrieren. Wenn Ihnen gemeinschaftliches Lernen Freude bereitet, ist eine Abendschule womöglich für Sie genau das Richtige.

Sind Online-Weiterbildungen zu empfehlen?


Sich flexibel von zu Hause weiterzubilden liegt voll und ganz im Trend. Sie selbst entscheiden, wann, wo, wie oft und wie lange Sie lernen. Selbst Prüfungstermine lassen sich eigenständig festlegen.

Dennoch bringt auch diese Weiterbildungsvariante Schattenseiten mit sich, die nicht zu vernachlässigen sind. In erster Linie kommt es darauf an, aus der Angebotsvielfalt seriöse Anbieter ausfindig zu machen. Achten Sie darauf, dass die angebotenen Lehrgänge staatlich anerkannt sind. Nicht selten passiert es, dass Absolventen eines Fernlehrgangs feststellen, dass das erworbene Zertifikat keinen verlässlichen Nachweis über dessen Qualität erbringt. Bestenfalls sind die Zertifikate sogar international anerkannt.

verlangen die meisten Anbieter wenige Präsenzveranstaltungen. Informieren Sie sich vorab, wo diese stattfinden. So vermeiden Sie weite Anfahrtswege.

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