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  • Carina Staiger

Welchen Einfluss nimmt die Digitalisierung auf die Fortbildungsbereitschaft von Angestellten?

Mittlerweile beeinflusst die fortschreitende Digitalisierung zahlreiche Arbeitsplätze aus sämtlichen Branchen. Während sich einige Angestellte vor der Rationalisierung ihres Arbeitsplatzes fürchten, streben andere danach, die Digitalisierung, durch entsprechende Weiterbildungen, für sich zu nutzen. Die Studie „Digital–fit im Job?“ liefert interessante Ergebnisse über den Umgang mit der Digitalisierung im Berufsalltag:

Worum geht es bei der Studie „Digital–fit im Job?“

„Digital–fit im Job“ ist der Titel der diesjährigen Studie zur Lern- und Veränderungsbereitschaft der Deutschen. Organisiert und durchgeführt wurde diese von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft. > EY. Die Befragung konzentrierte sich auf insgesamt 1.000 Mitarbeiter und Führungskräfte aus den Branchen:

- Maschinenbau

- Transport und Logistik

- Automobilhersteller und -zulieferer

- Banken und Versicherungen

Mit einem Anteil von 74 % geht aus der Studie eindeutig hervor, dass sich die Mehrheit aller Befragten für Weiterbildungsangebote, aus dem digitalen Bereich, interessiert.


Führungskräfte zeigen sich für Fortbildungsangebote in Sachen Digitalisierung aufgeschlossener


Um den Anschluss nicht zu verlieren, ist es ergänzend zu einzelnen Weiterbildungsveranstaltungen enorm wichtig, sich im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten fortlaufend zu informieren. Aktuelle Aspekte finden sich beispielsweise in Fachzeitschriften oder entsprechenden Internetforen. Knapp die Hälfte aller Befragten gab an, sich weniger als eine Stunde wöchentlich im eigenen Interesse fortzubilden. Dabei weicht das Engagement von Arbeitnehmern und Führungskräften deutlich voneinander ab. Während lediglich 24 % der Führungskräfte pro Woche weniger als eine Stunde Zeit für ihre persönliche Fortbildung nutzen, sind es bei Angestellten ganze 53 %.

Insgesamt 61 % aller Teilnehmer sind sogar im Urlaub oder während ihrer Freizeit dazu bereit, an Fortbildungsangeboten teilzunehmen. Jedoch gehen auch in diesem Punkt die Meinungen zwischen Arbeitnehmern und Führungskräften auseinander. Mit 77 % fällt die Einsatzbereitschaft von Führungskräften gegenüber 56 % der Angestellten deutlich höher aus.

Die Studie „Digital–fit im Job?“ belegt zweifellos, dass der Wissensaustausch unter Kollegen, in Sachen Weiterbildung, einen führenden Stellenwert einnimmt. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen sich kurze Online-Lernsequenzen. An Attraktivität verlieren hingegen klassische Workshops, Frontalunterricht und Fachausbildungen mit anerkannten Abschlüssen.

In Bezug auf virtuelles Lernen zeichnen sich deutliche Unterschiede hinsichtlich des Alters ab. Bei Personen im Alter zwischen 25 und 29 Jahren haben bereits 38 % eine Weiterbildung absolviert, bei Befragten zwischen 50 und 59 Jahren sind es hingegen lediglich 7 %. Im Zuge des demographischen Wandels ist es daher absolut unverzichtbar, auch älteren Generationen das virtuelle Lernen näher zu bringen.

Im Rahmen der Studie „Digital–fit im Job?“ gaben die Befragten an, sich Weiterbildungsangebote in diesen Themenbereichen zu wünschen:

- Künstliche Intelligenz und Automatisierung

- Persönlichkeitsentwicklung

- Soziale Kompetenzen (Kommunikations-, Führungs-, und Innovationskompetenz)

Die Frage danach, wem die Befragten die Entscheidungsbefugnis zur Auswahl an Weiterbildungsangeboten im Unternehmen zuweisen, lieferte folgendes Ergebnis:

- 40 %: Jeder Mitarbeiter für sich

- 30 %: Vorgesetzte/ r

- 27 %: Fachabteilungen

- 3 %: Personalabteilung

Nicht alle Befragten sind sich dem Ausmaß der Digitalisierung bewusst

Aus der Studie „Digital–Fit im Job?“ geht klar hervor, dass lediglich die Hälfte aller Befragten eine grobe Vorstellung davon hat, welche Auswirkungen die Digitalisierung zukünftig für den eigenen Arbeitsplatz mit sich bringt.

Auch in dieser Hinsicht sind Führungskräfte besser informiert. Von diesen ist sich jeder Zweite den konkreten Veränderungen seines Arbeitsplatzes in den kommenden Jahren bewusst. Bei Fachkräften ist es lediglich jeder Fünfte. Für den Fall, dass die Digitalisierung eine Gefährdung für den bisherige Arbeitsplatz darstellen sollte, sind 73 % aller Studienteilnehmer für einen Wechsel ihrer Branche, oder ihres Einsatzgebiets, bereit. Bei solch einer starken Veränderung wünscht sich knapp die Hälfte der Studienteilnehmer die Unterstützung ihres Unternehmens.

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