Das Vogelhaus

Treffpunkt und Unterschlupf zugleich

Alles, was Sie über Vogelhäuser wissen sollten

Vor allem im Winter wird die Nahrungssuche für heimische Wildvögel zur wahren Herausforderung. Die Anschaffung eines Vogelhäuschens kann dabei helfen, die Grundversorgung zahlreicher Vögel, über diesen Zeitraum, sicherzustellen.


Nicht selten ist zu beobachten, dass die Tiere mit ihren Versorgern eine enge Beziehung aufbauen und diesen sogar ganzjährig Gesellschaft leisten.

Unter Berücksichtigung einiger Faktoren ist es außerdem möglich, einzelne Vogelarten gezielt zu der vorgesehenen Futterstelle zu locken.


Bevor Sie sich allerdings für ein Vogelhaus entscheiden, sollten Sie zunächst die einzelnen Ausführungen näher kennenlernen:

Luxuriös oder schlicht – wofür schlagen Vogelherzen wirklich?

Da am Markt ein weitreichendes Angebot unterschiedlichster Vogelhäuser vertreten ist, fällt es zuerst nicht leicht, für sich das passende Modell ausfindig zu machen.

Vom schlichten Vogelhaus, das lediglich seinen Zweck erfüllt, bis hin zu stylischen Vogelvillen ist nahezu alles vertreten. Neben der eigentlichen Funktion dienen Letztere als Accessoire für Ihren Garten.


Aus Vogelperspektive ist es jedoch nicht das Design der Futterstelle, was Ihre gefiederten Freunde anspricht. Vielmehr punkten Sie mit der Art des ausgelegten Futters sowie einer wetterfesten und sauberen Unterkunft. Da auch günstige Futterhäuser diese Kriterien durchaus erfüllen, muss der Anschaffungspreis somit nicht zwangsläufig hoch ausfallen.


Damit die Futterstelle auch bei Starkregen stets trocken bleibt, sollte diese unbedingt mit einem Dach ausgestattet sein. Bei der Farbwahl des Daches sollten Sie von knalligen Rottönen absehen, da sich die Vögel möglicherweise von deren Signalwirkung abschrecken lassen.


Des Weiteren unterscheiden sich einzelne Vogelhäuser hinsichtlich ihrer Größe. Welche Größe für Sie die Richtige ist, hängt vor allem davon ab, welche Vogelarten Sie vorrangig beherbergen möchten. Fällt Ihre Entscheidung auf ein hohes Modell, suchen für gewöhnlich größere Vögel die Futterstelle auf, was kleinere Vogelarten möglicherweise abschreckt.

Die Wahl der Futtermittel begünstigt zudem Ihren Erfolg, die gewünschten Vögel zu beherbergen. Die meisten Wildvögel werden beispielsweise von Sonnenblumenkernen angelockt.

Bei schlechter Witterung sind Futterstellen meist besonders gut besucht. Um Streitigkeiten zu vermeiden empfehlen sich daher geräumige Vogelhäuser.

Der richtige Standort ist entscheidend

In der freien Natur sind Vögel ständigen Gefahren ausgesetzt. Damit diese an ihrer Futterstelle auch tatsächlich sicher sind, gilt es daher einige Dinge bezüglich des Standorts zu beachten. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Sie auf dem Land, oder in der Stadt leben.


Besonders attraktiv gestaltet sich die Montage eines Vogelhäuschens im eigenen Garten.

Damit Ihre Lieblinge vor Katzen sicher sind, sollten Sie das Vogelhaus in einer

Mindesthöhe von eineinhalb Metern anbringen. Außerdem ist darauf zu achten, dass sich keine Zäune oder Mauern direkt neben der Futterstelle befinden.

Alternativ zum Garten bietet es sich an, die Futterstelle auf dem Balkon oder der Terasse anzubringen. An ruhigen Orten fühlen sich Vögel zudem weitaus wohler, als in belebten Gegenden.

Die Anbringung gestaltet sich meist als einfach und kann innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden.

Welche Materialien sind zu empfehlen?

Die Tatsache, dass ein Vogelhaus das ganze Jahr über schutzlos der Witterung ausgesetzt ist, stellt hohe Anforderungen an dessen Material.
Modelle aus Holz wirken natürlich und fügen sich meist optimal in das Landschaftsbild eines jeden Gartens ein, jedoch sollte hier keinesfalls auf die Imprägnierung verzichtet werden.
Alternativ sind Vogelhäuser aus lichtbeständigem und langlebigen Kunststoff absolut empfehlenswert. Da diese häufig bunt lackiert sind, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass ausnahmslos naturbelassene Substanzen eingesetzt wurden. Andernfalls hätte dies unter Umständen dramatische gesundheitliche Folgen für Ihre gefiederten Freunde.
Prüfen Sie unbedingt die saubere Verarbeitung Ihrer Futterstelle, um Verletzungen durch scharfe Kanten zu vermeiden.

Hygiene und Sauberkeit als oberstes Gebot

Bei der Unterbringung von Vögeln lässt sich Schmutz uf Dauer unmöglich vermeiden. Verzichten Sie darauf, übrige Futterreste zu entfernen, besteht die Gefahr, dass die Tiere mit der Zeit erkranken oder sich von der Futterstelle fernhalten.

Damit dies keinesfalls passiert, sollten Sie darauf achten, dass Kot zu keiner Zeit mit Frischfutter in Kontakt gerät. Hierfür sind im Handel spezielle Futterspender erhältlich, welche sich direkt in das jeweilige Vogelhaus integrieren lassen.


Je mehr Vögel die Futterstelle aufsuchen, desto größere Mengen Kot fallen an. Daher ist es unerlässlich, während der Hauptfütterungszeit, das Vogelhaus mindestens einmal pro Woche vollständig zu reinigen.

Die Reinigung sollte frei von chemischen Mitteln oder desinfizierenden Stoffen erfolgen, um die Tiere keinesfalls gesundheitlichen Risiken auszusetzen.

Zur Reinigung genügt lediglich kochendes Wasser und eine handelsübliche Bürste.

Ein Vogelhaus mit Einlegeboden erleichtert dabei den Reinigungsprozess ungemein.

Beispielsweise lässt sich dieser ganz einfach aus einer dünnen und unlackierten MDF-Platte anfertigen, welche der Größe des Futterbodens entsprechen sollte.

Zur Reinigung entnehmen Sie lediglich diesen Einlegeboden, welcher bei starken Verschmutzungen jederzeit ausgetauscht werden kann.


Wenn es Ihnen gelingt, dass sich die beherbergten Vogelarten wohlfühlen, werden diese die für sie bestimmte Futterstelle regelmäßig aufsuchen, mit etwas Glück sogar außerhalb der kalten Jahreszeit.